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Glossary

SCANpedia - Willkommen im Lexikon der SCANLAB GmbH

Sie finden hier Erklärungen und Definitionen zu den wichtigsten Fachbegriffen aus dem Bereich der Optik, Scanner-Technologie, Lasertechnologie und -bearbeitung.

Sollten Sie einzelne Termini in unserer Enzyklopädie vermissen – schicken Sie uns gerne eine E-Mail.

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S

Schleppverzug

Der Schleppverzug entspricht dem zeitlichen Abstand zwischen Soll- und Ist-Position beim Abfahren eines Vektors.

Wie kommt es zum Schleppverzug?

Aufgrund der Masseträgheit kann ein Scanner die gewünschte Soll-Position nicht instantan erreichen, sondern muss beschleunigen und abbremsen. Weil für Lasermarkierungen eine konstante Geschwindigkeit erwünscht ist, wird mit der Regelung nicht versucht, die Soll-Position über den Vektor einzuholen, sondern dieser mit konstanter Geschwindigkeit gefolgt.

Der zeitliche Versatz zwischen Soll- und Ist-Position wird Schleppverzug genannt und ist annähernd unabhängig von der Vektorgeschwindigkeit. Der räumliche Unterschied, der sogenannte Schleppfehler, ist proportional zur Geschwindigkeit.

Es gilt: Schleppfehler = Schleppverzug x Geschwindigkeit.

Ein kleiner Schleppverzug ermöglicht kleinere Scanner-Delays und ist damit vorteilhaft für kleinteiligere Beschriftungen, limitiert aber die Maximalgeschwindigkeit. Mit verschiedenen Tunings ist je nach Anwendung eine genaue Abstimmung möglich.

Schreibgeschwindigkeit

siehe CPS

se-Encoder

siehe Digitale-Encoder-Technologie.

Skew-Fehler

Der Skew-Fehler entspricht einem Verkippen der Bildfeldachse gegen die ideale Bildfeldachse.

Wie entsteht ein Skew-Fehler?

Ursache für den Skew-Fehler ist eine ungenaue Spiegelverklebung oder eine falsche Skew-Kompensation.

Idealerweise stehen die beiden Bildfeldachsen senkrecht beziehungsweise parallel zur Strahleintrittsachse. Durch ein Verkippen der Bildfeldachse wird das quadratische Bildfeld zu einem Parallelogramm verzerrt.

Bei analog geregelten Systemen kann der Skew durch eine Bewegung der jeweils anderen Achse kompensiert werden. Die Spezifikation ist der Winkel zwischen der realen und theoretischen Achse in mrad.

Abhilfe

Beheben lässt sich der Skew-Fehler durch eine Bildfeldkorrektur (z.B. mit correXion pro).

Spotgröße

siehe Fokusdurchmesser (Fokusspot)

Sprungantwort

Die Sprungantwort entspricht der Zeitdauer, die für die Ausführung eines Sprungs mit einer gewissen Sprungweite benötigt wird.

Genaue Erklärung

Bei einer sprunghaften Änderung der Soll-Position benötigt der Scanner eine gewisse Zeit bis die Ist-Position mit der Soll-Position übereinstimmt. Dabei muss auch noch die Zeit abgewartet werden, bis die Spiegel den Einschwingvorgang beendet haben und innerhalb eines Genauigkeitsbandes verbleiben.

SCANLAB spezifiziert im Allgemeinen die Sprungantwortzeiten für 1 % des Vollausschlags und 10 % des Vollausschlag mit einem Genauigkeitsband von 1/1000 des Vollausschlags. Für Spezialsysteme sind andere aussagekräftige Sprungantwortzeiten angegeben.

Harte Sprünge sind nicht die empfohlene Betriebsart für Vektor-Tunings, vielmehr sollte mit definierter Geschwindigkeit und einem Jump-Delay angesteuert werden.

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