Ansteuerung

Scan-Systeme machen Laseranlagen zu hochflexiblen Bearbeitungswerkzeugen. Der Funktionsumfang hängt dabei entscheidend von der Regelelektronik des Scan-Systems und von der Ansteuerung ab. Die Regelelektronik von SCANLAB Scan-Systemen sorgt nicht nur für die dynamische Positionierung des Laserstrahls, sondern liefert auch Statussignale zur Systemüberwachung. Zur Ansteuerung bietet SCANLAB RTC® Ansteuerkarten an.

Ansteuerung mit RTC®-Karten

Die interner VerweisRTC® steht als PCI-, PCI-Express-, PC/104-Plus- oder Standalone-Version zur Verfügung. RTC® PCI- und PCI-Express-Karten sind für die Ansteuerung von einem PC aus vorgesehen. Es können auch mehrere RTC®-Karten in einem PC betrieben werden. Die interner VerweisRTC® SCANalone-Karten ermöglichen eine PC-unabhängige Ansteuerung und benötigen zum Betrieb lediglich eine externe Spannungsversorgung. Neben der Ansteuerung von digitalen Scan-Systemen ermöglichen sie auch die synchrone Ansteuerung von Lasern und Handling-Systemen.

Ansteuerung

Der Befehlssatz der RTC®-Ansteuerkarten erlaubt eine einfache und flexible Programmierung in unterschiedlichen Programmiersprachen.

Bildfeldverzerrungen infolge der speziellen optischen Auslegung eines Scan-Systems werden durch Korrekturfiles ausgeglichen.

Befehle zum Auslesen der Statussignale ermöglichen die Überwachung und Diagnose von Scan-Systemen. Optionale Befehle unterstützen die Bearbeitung bewegter Objekte ("Processing on the fly"), die Ansteuerung von 3-Achsen-Scan-Systemen oder die simultane Ansteuerung von zwei Scan-Systemen.

Zusätzlich bietet die interner VerweisiDRIVE®-Technologie Möglichkeiten zur Anpassung des
Regel-, Rückmelde- und Resetverhaltens von Scan-Systemen.

Für RTC®5-Karten (PCI, PCI-Express) ist die interner VerweislaserDESK®-Software von SCANLAB zur einfachen Erstellung und Ausführung professioneller Laserjobs erhältlich.

Schnittstellen zwischen Regler und Ansteuerung

Alle SCANLAB Scan-Systeme können mit einer digitalen Schnittstelle zur Ansteuerung durch die RTC ausgeliefert werden. Alternativ können fast alle SCANLAB Scan-Systeme mit einer analogen Schnittstelle ausgestattet werden.

Der digitale Datentransfer zwischen Scan-System und Ansteuerung erfolgt wahlweise elektrisch oder optisch. Die elektrische Datenübertragung basiert auf dem XY2-100-Protokoll. Für die optische Datenübertragung wurde von SCANLAB das XY2-100-O-Protokoll entwickelt. Im Rahmen der iDRIVE®-Technologie, z.B. zur Ansteuerung von interner VerweisintelliSCAN®-, interner Verweisintellicube®-, interner VerweisintelliWELD®- und interner VerweisintelliDRILL®-Systemen, kommen Übertragungsprotokolle von SCANLAB zum Einsatz, die auch Funktionalitäten wie die Anpassung des Regelverhaltens oder eine stark erweiterte Systemüberwachung unterstützen.

Regelvarianten

Weitere Regler-Optionen und -Varianten

SCANLAB Scan-Systeme können mit unterschiedlichen Kalibrierungen ausgeliefert werden. Dadurch ergeben sich unterschiedliche Bildfeldgrößen und Ansteuergenauigkeiten.

Die dynamische Feineinstellung (das Tuning) der Regelelektronik von SCANLAB Scan-Systemen wird in der Regel für Vektoren optimiert. Auf Anfrage sind auch andere Tunings erhältlich, z.B. für Sprünge oder für Mikrobearbeitung. Die iDRIVE®-Technologie ermöglicht es zwischen unterschiedlichen Tunings umzuschalten.

Für Anwendungen mit hohen Anforderungen an die Langzeitstabilität können Scan-Systeme um Sensoren zur automatischen Selbstkalibrierung erweitert werden.

Für Anwendungen mit extremen Geschwindigkeits- oder Genauigkeitsanforderungen bietet SCANLAB auch Scan-Systeme mit Wasserkühlung an.